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Meet The Team: Nikola
Nikola | AI Engineer
Stell Dich doch bitte kurz vor: Wer bist du und wie bist du zu iSYS gekommen?
Ich bin Nikola. Studiert habe ich Informatik mit Schwerpunkt Games Engineering – den Master habe ich im April abgeschlossen. In der IT bin ich seit 2017 unterwegs. Zu iSYS bin ich gekommen, weil ich an technisch vielfältigen Softwareprojekten mitarbeiten wollte – und genau das ist auch mein Weg hier geworden: von der Entwicklung mobiler Apps für die Logistik über Fullstack-Webentwicklung bis zu meiner heutigen Rolle im Bereich Künstliche Intelligenz.
Was sind deine Aufgaben bei iSYS?
Ich arbeite als AI Engineer und Fullstack Developer und bin aktuell auf zwei KI-Projekten unterwegs:
Das eine ist unsere interne Plattform „AI-Hub“, über die Mitarbeitende mit LLM-basierten Chatbots arbeiten können – inklusive Zugriff auf firmeneigenes Wissen. Technisch decke ich dort den gesamten Stack ab: React-Frontend, Spring-Boot-Microservices im Backend, Authentifizierung und Rollenmodell über Keycloak, dazu die containerisierte Infrastruktur mit Docker/Podman und die GitLab-CI/CD-Pipelines. Ein Schwerpunkt ist Retrieval-Augmented Generation: Inhalte aus Confluence oder GitLab so aufbereiten, dass ein LLM zuverlässig damit arbeiten kann – von Chunking-Strategien und Embedding-Modellen über Vektorsuche bis zur Anbindung externer Systeme via MCP.
Das zweite Projekt ist der KI-Ausschreibungsassistent, und das ist fachlich das spannendere. Es geht darum, aus umfangreichen Ausschreibungsunterlagen automatisiert Angebote zu erzeugen. Die Leistungsverzeichnisse kommen als teils sehr unstrukturierte Dokumente an und enthalten Positionen, die von Hand in konkrete Produkte aus einem Katalog übersetzt werden müssen – ein Prozess, der bisher extrem zeitaufwendig war.
Wie habt ihr den KI-Ausschreibungsassistenten technisch umgesetzt?
Angefangen haben wir mit einem FastAPI-Backend, PostgreSQL, einem Next.js-Frontend und Qdrant als Vektordatenbank. Inzwischen läuft das Projekt in einer zweiten, komplett neu aufgesetzten Version – aus der ersten haben wir viel darüber gelernt, wo die eigentlichen Schwierigkeiten liegen, und konnten die Architektur entsprechend anders schneiden.
Der Kern ist die Retrieval-Architektur: Wir nutzen historische, von Menschen erstellte Angebote des jeweiligen Kunden als Few-Shot-Beispiele für das Produkt-Matching. Das Modell sieht also nicht nur die einzelne Ausschreibungsposition, sondern auch, wie vergleichbare Positionen in der Vergangenheit tatsächlich zugeordnet wurden.
Und damit fangen die interessanten Engineering-Probleme erst an. Deutsche Fachterminologie ist für gängige Embedding-Modelle eine echte Herausforderung – Abkürzungen und Langformen desselben Bauteils sollten semantisch nah beieinanderliegen, tun das je nach Modell aber nicht zuverlässig. Dazu kommt die Frage, wie man den Feedback-Loop sauber baut: Wenn korrigierte Angebote zurück in den Retrieval-Pool fließen, kann sich ein einzelner Fehler über die Zeit verstärken. Erschwerend kommt hinzu, dass jeder Kunde seinen eigenen Pool hat – wir können also nicht projektübergreifend Daten sammeln, sondern müssen auch mit kleinen Beispielmengen zu belastbaren Ergebnissen kommen. Und über allem steht, dass am Ende ein Mensch das Angebot verantwortet – das System muss also nachvollziehbar machen, warum es eine bestimmte Zuordnung vorschlägt, statt einfach ein Ergebnis auszuspucken.
Was begeistert dich am meisten an deinem Job?
Definitiv die technologische Vielfalt. Ich hatte bei iSYS schon die Chance, mit ganz unterschiedlichen Technologien zu arbeiten – von Flutter für mobile Apps über die Modernisierung von Java-Altsystemen hin zu modernen React-Oberflächen. Besonders spannend finde ich aktuell die Arbeit mit Generative AI und LLMs. Es wird nie langweilig, weil ich mich ständig in neue Bereiche und komplexe Architekturen einarbeiten kann.
Was erwartet neue Teammitglieder, wenn sie bei iSYS anfangen?
Ein sehr hilfsbereites Umfeld. Man wird hier nicht allein gelassen – ich habe selbst schon Erfahrung darin gesammelt, neue Kollegen einzuarbeiten und beim Onboarding zu unterstützen. Wir arbeiten oft mit agilen Methoden wie Scrum oder Kanban, was den Einstieg in die Projekte erleichtert. Außerdem wird Wissen im Team gerne geteilt.
Was machst du in deiner Freizeit?
Passend zu meinem Games-Engineering-Studium zocke ich tatsächlich immer noch ganz gerne, auch wenn ich aktuell nicht mehr so oft dazu komme wie früher. Ansonsten mache ich gerne Sport als Ausgleich zur Arbeit am PC und treffe mich viel mit Freunden.
Und zum Schluss: magst du noch eine Playlist mit uns teilen?