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Was macht eine gute Bewerbung aus?

  |   Human Resources

„Was sind Ihre Stärken und Schwächen?“, „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“, „Warum sollten wir Sie einstellen?“ – diese Fragen sind Bestandteil vieler Bewerbungsgespräche. Doch welche Eigenschaften entscheiden am Ende darüber, ob eine Person eingestellt wird, oder nicht? Diese Frage haben wir Lars Wickertsheim, Director Human Resources and Finance, gestellt. Er hat mittlerweile hunderte Bewerbungsgespräche durchgeführt und weiß daher, worauf BewerberInnen besonders achten sollten.

Hallo Lars! Bevor man zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird, muss man sich erstmal auf eine Stelle bewerben. Was macht für dich eine gute Bewerbung aus?


Hallo Alexa! Es gibt eine Sache, die – denke ich – uns Personaler alle eint: wir haben initial wenig Zeit pro Bewerbung. Deswegen freue ich mich über jede ordentlich aufgebaute und strukturierte Bewerbung. Ein konsolidiertes PDF ist besser als 20 Einzeldokumente in fünf verschiedenen Formaten. Eine gut strukturierte und inhaltlich klare Bewerbung sagt auch etwas über die allgemeine Arbeitsweise einer Person aus. Im Motivationsschreiben ist es wichtig, dass ich erkenne, dass sich die Person mit dem Stellenangebot und iSYS als Firma auseinandergesetzt hat. Es ist schade, wenn die Bewerbung keinerlei Bezug zu uns herstellt. Wenn mir die Motivation des Gegenübers greifbar wird, ist die Chance hoch, zu einem ersten Bewerbungsgespräch eingeladen zu werden.


Wenn man die Einladung zu einem Bewerbungsgespräch bekommt, freut man sich meistens ungemein, ist aber gleichzeitig nervös. Hast du Tipps, wie man sich auf ein Bewerbungsgespräch vorbereiten kann?


Erstmal ist eine gewisse Nervosität nichts Schlimmes – im Gegenteil. Auch ich bin vor jedem Vorstellungsgespräch etwas lampenfiebrig, weil ich so gespannt bin, die Person im echten Leben kennenzulernen. Da muss man sich keine Sorgen machen. Natürlich kann eine gute Vorbereitung einen Teil der Aufregung nehmen. Ich würde mich im Voraus über die Firma informieren, schließlich ist sie der potenzielle zukünftige Arbeitgeber. Während man sich die Website und die Social-Media-Kanäle anschaut, kann man sich außerdem Fragen notieren, die einen interessieren und die man im Bewerbungsgespräch stellen kann. Natürlich sollte man sich auch erkundigen, was hinter der Stellenanzeige steckt. Wie sähe mein zukünftiger Arbeitsalltag aus? Was wird von mir erwartet? Besitze ich die passenden Fähigkeiten für diese Stelle? Wenn man sich im Vornherein der Firma und deren Erwartungen, als auch der eigenen Erwartungen bewusst ist, ist das eine gute Grundlage.


Worauf achtest du während des Bewerbungsgesprächs?


Abseits davon, ob die Person zu uns passt, achte ich erstmal darauf, dass das Gespräch auf Augenhöhe stattfindet und versuche eine angenehme Grundatmosphäre zu erzeugen. Ich finde es wichtig, dass alle Beteiligten respektvoll miteinander umgehen, schließlich ist es ja ein beidseitiges Kennenlernen. Bei der Person selbst achtet man als Mensch generell zuerst auf das Auftreten. Besonders bei iSYS als kundenorientierte Firma ist dieser Aspekt wichtig, da die meisten BewerberInnen später eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten werden. Außerdem sollte eine Person neugierig sein. Neugierde ist vor allem in der IT-Branche eine tolle Eigenschaft, da man ständig mit neuen technischen Entwicklungen konfrontiert ist. Man merkt schnell, ob eine Person motiviert ist, in ihren Aufgaben aufzugehen.


Was entscheidet letztendlich darüber, ob eine Person genommen wird?


Bei uns gibt es nie nur ein Bewerbungsgespräch. Wir lernen die BewerberInnen und ihre Fähigkeiten in mehreren Runden kennen. Die bereits vorhandenen Fähigkeiten spielen bei der finalen Entscheidung natürlich eine gewisse Rolle. Was mir aber auch wirklich wichtig ist und was man nicht vorbereiten kann, ist ein gewisses „Leuchten“. Wenn eine Person strahlt, voller Tatendrang steckt und sich mit iSYS zusammen weiterentwickeln möchte, spürt man das. Die intrinsische Motivation ist das wertvollste Gut, das man hat und wenn diese Motivation in den Gesprächen herauskommt, hat man gute Chancen, eingestellt zu werden. Und: bei unseren späteren Bewerbungsrunden sind auch immer KollegInnen aus den Abteilungen, in denen wir Stellen besetzten, dabei. Sie werden selbstverständlich auch mit in den Entscheidungsprozess einbezogen. Am Ende ist es wichtig, dass die Harmonie in den Teams stimmt. 


Hast du zum Abschluss noch einen Tipps für alle, die gerade auf Jobsuche sind?


Bevor man anfängt, sich auf Stellen zu bewerben, sollte man sich erst überlegen, wofür man brennt und wo man in seinem Leben hinmöchte. Was da helfen kann, ist seinen Ist-Zustand und den angestrebten Soll-Zustand zu visualisieren und beispielsweise aufzuschreiben. Danach kann man überlegen, welcher Job einen näher an den Soll-Zustand bringt. Es gibt noch weitere grundlegende Fragen, die man sich bei der Jobsuche stellen sollte: Will ich in einem Großkonzern, einem mittelständischen oder einem kleinen Unternehmen arbeiten? Was sind für mich No-Gos in der Zusammenarbeit mit KollegInnen? Welche Arbeitsverhältnisse strebe ich an? Wenn man schon eine Stelle hatte, hilft es zu reflektieren, was einen an seinem vergangenen Job gefallen und gestört hat. Wenn man sich dessen bewusst ist, kann man aktiv nach Stellenausschreibungen suchen. Auf uns bezogen würde ich sagen:

Wenn Dein Profil zu iSYS passt, dann bewirb Dich einfach – wir sind sehr gespannt darauf, Dich kennenzulernen!


Danke für deine Zeit!


Immer gerne.